Zum ersten Mal in Mailand

Seitenansicht des Mailänder Doms. Foto: Niklas Brose
Der Mailänder Dom von der Seite aus fotografiert.

Was verbindet man eigentlich mit Mailand? Für mich ist die zweitgrößte Stadt Italiens die Stadt der Mode. Aber in Milano, wie die Stadt auf italienisch heißt, gibt es noch viel mehr zu sehen (oder zu kaufen) als lediglich teure Handtaschen und maßgeschneiderte Anzüge. Unser Reisebericht über die Mode-Großstadt im Nordwesten Italiens. 

Egal, ob Mailand oder… Hauptsache Italien!

Ich führe das Zitat eines herausragenden deutschen Fußballers jetzt nicht weiter aus… Fakt aber ist, das Milano schon beim ersten Besuch anders wirkt als andere italienische Städte wie Rom. Viele Gebäude wirken auf den ersten Blick irgendwie noch internationaler, moderner und vor allem höher. Es mag der Einfluss der Modeindustrie sein, der sich in Mailand gefühlt überall wieder spiegelt. Es ist aber auch der Einfluss der Bewohner dieser eindrucksvollen Stadt, die so ganz anders sind als die, die südlich in der weltberühmten Hauptstadt am Tiber wohnen. Vielleicht existiert ja sogar ein eigener Dresscode…

Schick, schicker, am schicksten

Schon bei der Ankunft am Bahnhof zeigt sich ein interessantes Bild. Während die Bahnsteige selbst nicht vor Schönheit und Sauberkeit strotzen, beeindruckt mich die saubere Bahnhofsvorhalle mit den einzelnen Läden und den gut verständlichen Durchsagen umso mehr. Manche Bahnhöfe in Deutschland sollten sich hiervon tatsächlich mal ein oder besser Scheibchen abschneiden.

Da ich das eindrucksvolle Mailand im Rahmen meiner Reise zum Lago Maggiore besucht habe, bin ich von Norden her mit dem Zug angereist und konnte praktischerweise an der Endhaltestelle Milano Porta Garibaldi aussteigen. Von da aus gelangt Ihr in einer halben Stunde zu Fuß oder mit der Metro schnell in das Stadtzentrum. Da ich generell gerne laufe, habe ich mich auch in Mailand hierzu entschieden und bin bis ins Zentrum gelaufen. Der Fußmarsch führt mich jedoch augenscheinlich nach Dubai. Unterwegs fand ich zwei sehr eigenartige Hochhäuser vor, von denen eines auch sicher in Dubai hätte stehen können. Dabei handelt es sich jedoch um den UniCredit Tower, der im Jahr 2012 eröffnet wurde und das höchste Gebäude in ganz Italien ist. Das zweite kuriose Gebäude sind die Zwillingstürme des Bosco Verticale (dt. Senkrechter Wald). Und die Übersetzung passt. Die Fassaden der Türme sind komplett begrünt und passen sich mit ihren gläsernen und stufenartig ausgerichteten Balkons an die Schickeria Mailands an. Seht selbst:

Alle Sehenswürdigkeiten an einem Tag

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Stadt an einem Tag zu besichtigen ist machbar, aber unbequem. Zumindest, wenn Ihr wie ich alle Orte zu Fuß besuchen wollt. Es macht daher für die Städtereise nach Mailand am meisten Sinn, noch einen zweiten oder dritten Tag einzuplanen.

  • Als Startpunkt eignet sich der eindrucksvolle Parco Sempione, der einen ereignisreichen Spaziergang durchs Grüne verspricht. So befindet sich am südlichen Eingang des Parks das Schloss Castello Sforzesco, das bereits im Jahr 1450 errichtet wurde. Das Kastell wurde Ende des 19. Jahrhunderts restauriert. Außerdem konnten alle Schäden behoben werden, die das Schloss während des Zweiten Weltkriegs erlitten hatte. Lasst Euch einfach durch den Park treiben und genießt das Mailänder Leben. Ruht Euch, wie auch viele Mailänder im Sommer, auf einer der großen Wiesen im Park aus oder beobachtet die kleinen Schildkröten, die sich im See in der Parkmitte tummeln. Am nördlichen Ende des Parks findet Ihr zudem den Mailänder Triumphbogen, den Arco della Pace (dt. Friedensbogen). Wenn Ihr mit der Mailänder Metro zum Parco Sempione wollt, könnt Ihr direkt am Südeingang aussteigen. Die Metro-Haltestelle heißt Cairoli.
  • Als nächste Sehenswürdigkeit steht der Duomo di Milano / Mailänder Dom auf dem Plan. Zu Fuß sind es zum Dom vom Castello Sforzesco etwa 1,3 Kilometer. Und wenn dann nach dem Fußmarsch der riesige Dom dann auf einmal vor Euch erscheint, realisiert Ihr, dass jeder Schritt dorthin goldwert war. Auf dem riesigen Domplatz, der sich vor dem Dom in alle Richtungen erstreckt, tummeln sich die Touristen aus aller Welt und schießen Fotos und Selfies aus allen möglichen Positionen. Kaum verwerflich bei dieser unglaublichen Architektur. Schließlich ist der Baustil des Mailänder Doms der Gotik zuzuordnen. Außerdem stammen viele Teile des Bauwerks aus dem 15. Jahrhundert. Solltet Ihr die Metro nehmen, steigt Ihr je nachdem, welche Metro Ihr nehmt entweder an der Haltestelle Duomo M1 oder Duomo M3 aus.
  • Direkt am Dom findet Ihr dann aber auch das Paradies für Luxus-Shopper. Prada, Louis Vuitton und Guccu auf einem Fleck: Die Galleria Vittorio Emanuele II. Der Ein- und Ausgang zum Piazza del Duomo ist in Form eines Triumphbogens gestaltet und verspricht von vornherein ein mehr als nur gehobenes Ambiente. Neben den Touristen, die von der gläsernern Kuppel in der Mitte der Galleria Fotos schießen, tummeln sich in der Galleria Vittorio Emanuele II. zahlreiche Scheichs und Personen in Anzügen, hohen Schuhen oder anderen luxuriösen Kleiderstücken, mit denen ich mich ehrlich gesagt nicht genauer auskenne. Halten wir daher fest: Der Luxus wohnt hier. Und daher passt diese Sehenswürdigkeit besonders gut nach Mailand. Solltet Ihr also ein paar mehr tausend Euros übrig haben, wisst Ihr, wo Ihr sie schnell loswerden könnt.

Zurück zum Bahnhof

Solltet Ihr nicht direkt ein Hotel im Zentrum Mailands gebucht haben, heißt es nun zurück zum Bahnhof. Dabei laufe ich noch an einigen charmanten Cafés und Restaurants vorbei, die bereits außen hin stets die italienische Gastfreundschaft betonen. Wäre mein Ticket nicht Zug gebunden, ich würde mich glatt hineinsetzen und anfangen zu schlemmen. Für meine nächste Reise nach Mailand steht es jedoch definitiv auf der Liste. Für Fußball-Fans, zu denen ich mich auch zähle, empfehle ich außerdem eine Tour zur zum GiuseppeMeazzaStadion, das sich die beiden großen Mailänder Fußballclubs AC Mailand und Inter Mailand teilen. Auch diese Tour ist für die nächste Städtereise nach Mailand eingeplant. 

Anreise nach Mailand

Als zweitgrößte Stadt Italiens verfügt Mailand über sehr gute Anreisemöglichkeiten. Entweder über einen der großen internationalen Flughäfen Bergamo (BGY – nordöstlich von Mailand), Malpensa (MXP – nordwestlich der Stadt) oder Linate (LIN – südlich der Stadt). Der Flughafen Malpensa bedient sowohl innereuropäische als auch interkontinentale Flugstrecken. So fliegt zum Beispiel Lufthansa täglich von Frankfurt oder München nach Mailand-Malpensa. Den Flughafen Bergamo bedient fast ausschließlich Ryanair. Der Flughafen Linate ist dem Zentrum am nächsten und wird regelmäßig von Air Berlin und Lufthansa (Frankfurt) bedient. Von Linate kommt Ihr mit der Buslinie 73 oder einem Expressbus schnell ins Mailänder Stadtzentrum. Vom Flughafen Bergamo empfehle ich Euch den Busdienst Terravision. Vom Flughafen Malpensa gibt es ebenfalls einen Shuttlebus, der ins Zentrum fährt.

Reist Ihr aus der Umgebung an, steigt Ihr entweder am Bahnhof Porta Garibaldi oder oder Milano Centrale aus. Hierhin könnt Ihr auch mit Fernzügen fahren. Alternativ könnt Ihr auch zum Bahnhof Milano Nord Cadorna fahren, der sich in der Nähe des Parco Sempione befindet.

Eine Autofahrt ins Mailänder Zentrum ist aufgrund der Parkplatzsuche und des Fahrstils vieler Mailänder nicht zu empfehlen (-;

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Über Niklas Brose 71 Artikel
Servus zusammen, Niklas mein Name. Herzlich willkommen bei Globalplaces. Gemeinsam mit Dir und vielen anderen Reise-Liebhabern möchte ich meine Leidenschaft teilen. Mein Spezialgebiet sind Reiseberichte zu Sehenswürdigkeiten in Kalifornien, Rom, München und meiner Heimat Dortmund. 2013 wurde ich während meines Auslandsstudiums in Kalifornien durch meine Reiselektüre des Autors Bill Bryson ("Frühstück mit Kängurus") inspiriert, eigene Reiseberichte und Reisereportagen zu schreiben. Daher habe ich auch diesen Reiseblog ins Leben gerufen. Fragen oder Anregungen gern per Mail an niklas.brose@globalplaces.de!

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