Emscher und Phoenix-See in Dortmund-Hörde. Foto: Niklas Brose

Wie aus der Asche: Der Phoenix-See

Dieses Naherholungsgebiet ist tatsächlich wie ein Phönix aus der Asche entstanden. Der Dortmunder Phoenix-See ist vom Industriegebiet zum Freizeitparadies für Sportler und Segler mutiert.

Bau und Entwicklung

Nach der Stilllegung des Stahlwerks am Standort Phoenix-Ost wurden Teile des Stahlwerks nach China verkauft. Andere Teile wurden abgerissen oder gesprengt. So verschwand am 24. Januar 2004 mit der Sprengung der Hörder Fackel das letzte Wahrzeichen des Phoenix-Ost Stahlwerks. Ein Video der Sprengen gibt es hier zu sehen: Zur Erinnerung an die Montanindustrie im Ruhrgebiet befindet sich am Westufer eine ausgestellte Thomas-Birne. Auf dem benachbarten Phoenix-West Gelände sind die alten Hochofenanlagen erhalten geblieben. Mit den Ausschachtungen für den See wurde im September 2006 begonnen. Im September 2010 wurde die Fläche geflutet. Hierzu wurden 600.000m³ Trinkwasser in den See gelassen. Um die Wasserqualität des Sees als stillstehendes Gewässer zu gewährleisten, befindet sich am Nordufer eine Phosphat-Eliminierungsanlage.

Die Emscher als Nachbar

Direkt neben dem See verläuft die Emscher. Sie wurde während der Aushubphase renaturiert und verfügt laut Emschergenossenschaft inzwischen über eine einwandfreie Wasserqualität. Vorher war die Emscher, die bei Holzwickede entspringt, als Abwasserfluss genutzt worden. Zusätzlich fließt der Hörder Bach am See in die Emscher.

 

Freizeitparadies Phoenix-See

Im Hafenbereich des Sees befinden sich neben den Stegen für Segelboote diverse Gastronomiebetriebe wie Restaurants und Cafés. Auch zahlreiche Unternehmen haben sich hier niedergelassen. Zudem befindet sich am Westufer ein Ärztehaus. Rund um den See ist in den letzten Jahre ein riesiges, modernes Wohngebiet entstanden. Am Ostufer befindet sich der Aussichtshügel. Von hier habt Ihr eine tolle Aussicht auf den See und die Stadt Dortmund. Seit April 2016 gibt es außerdem einen Bootsverleih, sodass Ihr mit Ruder- und Tretbooten über das Wasser schippern könnt.

Die Hörder Burg

Direkt neben dem Hafenbecken am Westufer liegt ein Stück Dortmunder Stadtgeschichte: Die Hörder Burg. Sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet und diente als Wasserburg und Sitz der Adelsfamilie Hörde. Die Burg wurde seit Juni 2008 saniert und soll bis zum Jahr 2018 Sitz der Sparkassenakademie NRW werden.

Lage und Anreise

Der Phoenix-See befindet sich im Dortmunder Stadtteil Hörde und ist sowohl mit dem Auto als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr einfach zu erreichen. Von der U-Bahn-Haltestelle Hörde Bf lauft Ihr nur wenige Minuten bis zum See. Hier hält neben der Stadtbahnlinie U41 auch die Regionalbahn mit einer Verbindung zum Hauptbahnhof Dortmund oder nach Schwerte. Mit dem Auto fahrt Ihr über die Bundestraße B236 an den See. Parkplätze findet Ihr am Aussichtshügel sowie am Süd- und Westufer.

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