Alte Hochofenanlage am Phoenix-West in Dortmund. Foto: Niklas Brose

Von Industriebrache zu Technologiepark – Phoenix-West

Neben den alten Hochofenanlagen auf dem Phoenix-West Gelände in Dortmund soll in naher Zukunft ein international anerkannter Technologiepark entstehen. Schwer vorzustellen. Schließlich glüte bis zum Jahr 1998 hier noch der letzte Hochofen.

Historische Entwicklung des Phoenix-West Areals

Mit der Gründung des Hörder Bergwerks- und Hütten-Vereins im 19. Jahrhundert (1852) wurde auf dem Gelände die erste Hochofenanlage errichtet. Der erste Hochofen wurde schon zwei Jahre später in Betrieb genommen. Neben Stahl wurde hier auch klassisches Roheisen produziert. Somit galt der Hörder Bergwerks- und Hütten-Verein damals als wegweisend für die Montanindustrie im Ruhrgebiet. Im Laufe der Zeit wurden bis zu sieben Hochofenanlagen in Betrieb genommen. Diese Phase endete jedoch nach dem zweiten Weltkrieg. Nach Ende des Krieges waren nur noch fünf Anlagen in Betrieb. Danach nahm die Zahl der aktiven Hochöfen erst auf drei ab. Von den 1980er-Jahren bis zur endgültigen Stillegung Jahr 1998 war nur noch ein Hochofen in Benutzung.

Stilllegung der Hochofenanlage

Nach der Stilllegung wurden Pläne entwickelt das ehemalige Gelände für Hochofenanlagen in einen Zukunftsstandort zu transformieren. Die Stadt Dortmund erhielt hierzu Zuschüsse aus einem Strukturfonds der Europäischen Union. Enstehen sollte hier ein Technologiepark für Mikro- und Nanotechnologie. Inzwischen sind auf dem Gelände bereits über mehrere tausend Quadratmeter an Büro- und Reinraumflächen entstanden. Die unter Denkmalschutz stehende Hochofenanlage sowie das Gasometer und die alten Brückenanlagen der Schlackenbahn sind bis heute erhalten.

Lage und Anreise

Wer eine Städtetour nach Dortmund plant, sollte die Gegend rund um Phoenix-West nicht auslassen. Es handelt sich um eine sehr interessante Sehenswürdigkeit, die deutlich macht, wie der Strukturwandel im Ruhrgebiet voranschreitet. Darüber hinaus ist das Areal verkehrstechnisch sehr gut an die öffentlichen Verkehrsmittel und das Autobahnnetz (B54) angeschlossen. Das Phoenix-West Gelände befindet sich ebenso wie der Phoenix-See im Dortmunder Stadtteil Hörde. Vom Hörde Bf sind es über die Hochofenstraße nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Gelände. Am Bahnhof in Hörde habt Ihr entsprechend Anschluss an die Buslinien, die Stadtbahnlinie U41 oder die Regionalbahnen nach Dortmund, Iserlohn, Schwerte oder Soest. Parkplätze findet Ihr zahlreich an den Straßenrändern des Phoenix-West Geländes.

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