Das altehrwürdige Olympiastadion München

Olympiastadion München. Foto: Niklas Brose
Die Westtribüne mit der berühmten Dachkonstruktion.

Olympia 1972, Champions League-Finale 1972, WM-Finale 1974, zahlreiche Meisterschaften des FC Bayern München, Konzerte… Ich könnte stundenlang weiter auflisten, was das altehrwürdige Olympiastadion München schon so alles erlebt hat. Im Rahmen der Globalplaces-Stadiontour haben wir die vielseitige Arena für Euch mal an einem ganz normalen Werktag unter die Lupe genommen.

Das Olympiastadion München – Kein Stadion wie jedes andere

Die Dachkonstruktion des Olympistadions in München zieht sich durch den gesamten Olympiapark. Es reicht also schon zum Staunen, wenn Ihr die spinnennetzartige Bauweise von außen betrachtet. Wenn Ihr dann aber an dem kleinen Eingangshäuschen das Ticket für den Rundgang kauft, merkt Ihr, dass das Stadion schon etliche Jahre auf dem Buckel hat, aber aufgrund seiner einzigartigen Bauweise einfach zeitlos ist. Der Eingangsbereich erinnert immer noch an die Zeit, als der FC Bayern seine Heimspiele im Olympiastadion austrug. Und auch die tradtionellen, grünen Sitzschalen befinden sich noch immer auf den Tribünen.

Bau des Olympiastations

Der Bau des Münchner Olympiastadions ging mit der Errichtung des gesamten Olympiageländes für die olympischen Sommerspiele im Jahr 1972 einher. Um sich vorab für die Ausrichtung der olympischen Spiele bwerben zu können, musste die Stadt München ein modernes Stadion in Planung haben. Als Ort für den Bau wurde das der Teil des ehemaligen Flugplatzes Oberwiesenfeld gewählt, auf dem das alte Flughafengebäude des Flugplatzes lag. Dieses wurde extra für den Bau des Stadions gesprengt. Die Bauarbeiten begannen schließlich am 9. Juni 1969 und konnten bereits zum Jahreswechsel 1971/1972 abgeschlossen werden.

Nutzung von damals bis heute

Bereits vor Eröffnung der olympischen Sommerspiele 1972 wurde das Olympiastadion zur Austragung von Fußballspielen genutzt. So konnte der FC Bayern bereits bei seinem ersten Spiel im Münchner Olympiastadion Ende Juni 1972 im neuen Stadion die deutsche Meisterschaft feiern. Rund drei Wochen später wurden die olympischen Spiele eröffnet. Neben Eröffnungs- und Abschlussfeier fanden im Olympiastadion die Leichtathletik-Wettkämpfe und das olympische Fußballturnier statt.

Nach der Olympia-Zeit wurde das Olympiastadion primär als Austragungsort für Fußballspiele genutzt. So nutzten der TSV 1860 München und der FC Bayern die Arena für ihre Heimspiele. Doch auch die Deutsche Fußballnationalmannschaft spielte einige ihrer Heimspiele im Münchner Olympiastadion und konnte während der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 sogar den WM-Titel in München feiern. Im Jahr 1997 gewann Borussia Dortmund im Olympiastadion als erster deutscher Fußballverein die Champions-League durch einen Sieg über Juventus Turin. Über die Jahre hinweg deuteten sich jedoch Kapazitätsengpässe am Olympiastadion an, sodass bis zum Ende der 90er-Jahre das Ende der Fußball-Ära im Münchner Olympiastadion eingeleitet wurde.  Im Jahr 2005 wurde die Allianz Arena in Fröttmanning eingeweiht und dient seitdem als Spielstätte für den FC Bayern und den TSV 1860 München.

Das Olympiastadion München wird seitdem primär für die Ausrichtung von Open-Air-Konzerten genutzt. Anfang 2015 wurde eine Grundsanierung des Olympiastadions beschlossen, sodass in Zukunft auch bisher nicht mögliche Veranstaltungen realisiert werden können.

Bei Eurer Besichtigung werdet Ihr feststellen, dass eine Sanierung des Stadions inwzischen in einigen Ecken durchaus notwendig ist. Zwar weist das Stadion immer noch den Charme auf, den es durch all die Ereignisse erlangt hat. So sind neben der Bestuhlung auch noch die alten Anzeigetafeln zu sehen. Nach über 40 Jahren Witterungseinfluss kann ich mir es aber sehr gut vorstellen, dass manche Bereiche, die man so gar nicht besichtigen kann, baufällig geworden sind. Zumal die Gäste, die bei Veranstaltungen auf der östlichen Tribüne des Stadions Platz genommen haben, stets Wind und Wetter ausgesetzt waren, da das Stadion nur auf einer Seite über seine spektakuläre Bedachung verfügte. Fest steht jedoch: Ganz egal, ob in die Jahre gekommen oder nicht. Eine Besichtigung des Münchner Olympiastadions lohnt immer, lässt sich mit wenig Eintrittsgeld auf eigene Faust umsetzen und lässt Euch die einzigartige Atmosphäre dieses Stadions erleben.

Lage und Anreise

Das Olympiastadion München liegt am genau wie der Rest des Olympiaparks im Münchner Stadtteil Milbertshofen-Am Hart. Am einfachsten gelangt Ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Olympiastadion. Hierzu steigt Ihr einfach an der Haltestelle Olympiazentrum aus und lauft einige Minuten zum Stadion.

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Über Niklas Brose 71 Artikel
Servus zusammen, Niklas mein Name. Herzlich willkommen bei Globalplaces. Gemeinsam mit Dir und vielen anderen Reise-Liebhabern möchte ich meine Leidenschaft teilen. Mein Spezialgebiet sind Reiseberichte zu Sehenswürdigkeiten in Kalifornien, Rom, München und meiner Heimat Dortmund. 2013 wurde ich während meines Auslandsstudiums in Kalifornien durch meine Reiselektüre des Autors Bill Bryson ("Frühstück mit Kängurus") inspiriert, eigene Reiseberichte und Reisereportagen zu schreiben. Daher habe ich auch diesen Reiseblog ins Leben gerufen. Fragen oder Anregungen gern per Mail an niklas.brose@globalplaces.de!

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