Die Engelsburg – Mausoleum mit toller Aussicht

Engelsburg und Tiber in Rom. Foto: Niklas Brose
Die Engelsburg und der Tiber.

Welche der gefühlt unendlich vielen Sehenswürdigkeiten in Rom bietet die beste Aussicht? Auch dieser Reisebericht wird keine konkrete Antwort darauf geben können. Fest steht aber: Wer einen atemberaubenden Ausblick auf die Vatikanstadt und den Tiber haben möchte, der kommt nicht an der Engelsburg vorbei. 

Das Mausoleum für Kaiser Hadrian

Ursprünglich war die Engelsburg gar nicht als Museum oder Burg gedacht. Sie sollte vielmehr als letzte Ruhestätte für den römischen Kaiser Hadrian und seine Nachfolger dienen. Und dass es sich bei dem Gebäude um eine riesige Grabkammer handeln könnte, seht Ihr spätestens, wenn Ihr die ersten Stufen nach oben erklimmt. Hierbei passiert Ihr nämlich die Grabkammer. Und diese sieht auch aufgrund Ihrer Düsterheit und der Bauweise schwer danach aus. Gebaut wurde die Festung noch zu Lebzeiten Hadrians (76 n.Chr. – 138 n.Chr.). Auch das Pantheon entstand zu seinen Lebzeiten. Die Fertigstellung de Gebäudes erlebte er jedoch nicht mehr.

Der Bau wurde erst im Jahr 139 n. Chr unter der Regierung von Kaiser Antoninus Pius abgeschlossen. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde sie durch verschiedene Päpste vom Mausoleum zur Kastellburg umfunktioniert. Fortan wurde die Engelsburg also auch als Gefängnis oder Zufluchtsort genutzt. Die Nutzung als Burg könnt Ihr besonders gut von außen feststellen, wenn Ihr die zahlreichen Schießscharten im Mauerwerk zählt. Und auch bei einem Rundgang über die Festung seht Ihr noch ein altes Katapult auf der Engelsburg stehen. Dass dieses noch so gut erhalten ist, ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass die Engelsburg bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Burg diente und erst seit dem Jahr 1906 als Museum dient.

Die faszinierende Aussicht von der Engelsburg

Wenn Ihr Euch aber bei der Besichtigung durch die düsteren, geheimnisvollen Grabhallen wagt, wollt Ihr am Ende sicher das tolle Rom bei Tageslicht erblicken. Das ist auch alles gar kein Problem. Obwohl ich mich bei meinem Besuch einmal verlaufen habe und auf einmal wieder eine Etage tiefer war; die Engelsburg ist kein böses Labyrinth. Von dem Rundgang auf dem Burgmauer sind es nur noch wenige Meter und Stufen auf die Aussichtsplattform ganz oben.

Oben angekommen habt Ihr unter anderem eine tolle Aussicht auf den Tiber und die Engelsbrücke, den Vatikan und das südliche Rom mit Kolosseum und Forum Romanum. Dabei seid Ihr zwar nicht ganz so hoch wie auf dem Petersdom, der Aufstieg fällt aber deutlich leichter, da Ihr Euch sowohl auf den Treppen als auch auf der Aussichtsplattform weniger quetschen müsst. Nicht zuletzt habt Ihr ein besonders guten Blick auf den Erzengel Michael, der ganz oben auf dem höchsten Punkt des Bauwerks thront.

Preislich gesehen ist der Eintritt zwar mit 10,50 für einen Erwachsenen etwas teurer als der für die Kuppel des Petersdoms, dafür bietet sich Euch noch einmal eine ganz andere Fotokulisse. Ich tue mich schwer damit zu sagen, welche Aussicht mir besser gefallen hat. Allein für die Fotos ist die Aussicht vom Petersdom vermutlich spektakulärer. Ihr wolltet aber auch schon immer einmal auf die Engelsburg? Dann schreibt einen Besuch für Eure Städtereise nach Rom definitiv auf Eure Bucket List. Im Idealfall schafft Ihr natürlich beide Aussichtspunkte (-;

Die Brückensicht

Für Eure Reisefotos kann ich Euch neben der Aussicht von oben auch die Perspektive von den Brücken empfehlen, die in unmittelbarer Nähe über den Tiber führen. Die wohl beliebteste Perspektive ist die schnurgerade Sicht von der Engelsbrücke. Aber auch die seitliche Betrachtung von der Autobrücke gegenüber bietet eine schöne Möglichkeit zum Foto schießen.

Lage und Anreise

Die Engelsburg befindet sich an der Straße o, direkt am Tiber. Vom Petersplatz müsst Ihr nur die Via della Conciliazione geradeaus hinterlaufen. Ihr könnt also Eure Besichtigung der Engelsburg problemlos mit dem Besuch am Petersdom und am Vatikan verknüpfen. Hier bekommt Ihr Tickets für die Besichtigung.

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Über Niklas Brose 71 Artikel
Servus zusammen, Niklas mein Name. Herzlich willkommen bei Globalplaces. Gemeinsam mit Dir und vielen anderen Reise-Liebhabern möchte ich meine Leidenschaft teilen. Mein Spezialgebiet sind Reiseberichte zu Sehenswürdigkeiten in Kalifornien, Rom, München und meiner Heimat Dortmund. 2013 wurde ich während meines Auslandsstudiums in Kalifornien durch meine Reiselektüre des Autors Bill Bryson ("Frühstück mit Kängurus") inspiriert, eigene Reiseberichte und Reisereportagen zu schreiben. Daher habe ich auch diesen Reiseblog ins Leben gerufen. Fragen oder Anregungen gern per Mail an niklas.brose@globalplaces.de!

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